Knoch Ossa D1

Ossa, Bogen-Schwingschiffchen-Nähmaschine, Modell D1, Geradstich, Flachbett, mit Eisengestell, Fußantrieb, Handantrieb und Motoranbau möglich, Hersteller: Ossa Nähmaschinenwerk Adolf Knoch AG, Saalfeld/Thüringen, Deutschland (Bilder: I. Naumann)
Ossa, Bogen-Schwingschiffchen-Nähmaschine, Modell D1, Geradstich, Flachbett, mit Eisengestell, Fußantrieb, Handantrieb und Motoranbau möglich, Hersteller: Ossa Nähmaschinenwerk Adolf Knoch AG, Saalfeld/Thüringen, Deutschland (Bilder: I. Naumann)

1860 gründete A. Knoch in Saalfeld/Thüringen sein Unternehmen zur Herstellung von Nähmaschinen. Kenntnisse und Wissen erwarb er sich dazu bei den Nähmaschinen-Herstellern in Amerika. Gebaut wurden zuerst Nähmaschinen nach dem System von Wheeler & Wilson, später erfolgte die Umstellung auf das Singer System. Für die hier gezeigte Nähmaschine (Modell Ossa), deren Herstellung Anfang der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts eingeordnet werden kann, bildet das Singer Modell 128, in ¾ Version, die Grundlage. Optisch sehen sie gleich aus, aber bei genauer Betrachtung kann man an der Ossa Weiterentwicklungen und Abweichungen, wie z.B. die Aufspulvorrichtung, feststellen. Die Stichlängeneinstellung wurde technisch so verändert, dass damit eine Sticheinstellung von 0 – 4 mm vorwärts und das gleiche entgegengesetzt, also rückwärts von 0 – 4 mm möglich ist und die Ossa somit rückwärts nähen kann. Optisch und mechanisch gesehen erkennt man daran den Einfluss der Bauweise nach dem System von Wheeler & Wilson. Obwohl Bauteile, wie die runde Stichplatte und die beiden Schiebebleche der Singer gleichen, sind sie in ihren Maßen nicht identisch. Kleine Abweichungen, wie z.B. die Position der Befestigungsschraube und die Größe des Transporteurs, sorgen dafür, dass die Teile nicht austauschbar sind. Bei dem Versuch die Maschinen in das jeweilige andere Eisengestell zu setzen, wurde festgestellt, dass es auch da Abweichungen gibt. Wegen der unterschiedlichen Form der Ecken und den nicht identischen Halterungs-Abständen, passen die Maschinen nicht gleich in das andere Gestell. Die Abstände bei der Singer Maschine betragen ca. 23,70 cm von Halterungs-Mitte zu Halterungs-Mitte, Maße der Ossa, siehe Foto Nr. 19. Das Nähverhalten gleicht aber zu 100% ihrer Singer-Schwester, die Mechanik funktioniert leichtgängig und leise. Heute überzeugt vielleicht mehr der Dekorationswert, aber wer einmal mit ihr genäht hat, erkennt, dass sie auch in einem jungen Haushalt eine große Hilfe sein kann. Entsprechend ihrer Bauweise gehört sie bei mir in die 1. Liga und bekommt unter den vergleichbaren Maschinen auf meiner Skala von 1 bis 10 10 Punkte. Meine bei der Singer 128 genannten Feststellungen bezüglich der Einsatzmöglichkeiten, Haltbarkeit und Pflege können an dieser Stelle voll auf die Ossa übernommen werden.

Vorteile

hoher Dekorationswert, leichtgängige Mechanik aus Metall, auch Rückwärts-Naht möglich, Nadelsystem 705/130, normale Vorrichtung für einen Anbaumotor,

Nachteile

Zubehör für Nähmaschine, wie Schiffchen oder Spule nur noch als Gebraucht-Ware erhältlich

Hinweis:  bei guter Pflege gehört sie zu den langlebigen/unkaputtbaren Maschinen

 

Text: I. Naumann

Knoch Ossa

Ossa, Bogen-Schwingschiffchen-Nähmaschine, Geradstich, Flachbett, mit Eisengestell, Fußantrieb, Handantrieb und Motoranbau möglich, Hersteller: Ossa Nähmaschinenwerk Adolf Knoch AG, Saalfeld/Thüringen, Deutschland (Bilder: I. Weinert)
Ossa, Bogen-Schwingschiffchen-Nähmaschine, Geradstich, Flachbett, mit Eisengestell, Fußantrieb, Handantrieb und Motoranbau möglich, Hersteller: Ossa Nähmaschinenwerk Adolf Knoch AG, Saalfeld/Thüringen, Deutschland (Bilder: I. Weinert)

Knoch Ossa D2

Knoch Ossa D2, Bogen-Schwingschiffchen-Nähmaschine, Geradstich, Flachbett, mit Eisengestell, Fußantrieb, Handantrieb und Motoranbau möglich, Hersteller: Ossa Nähmaschinenwerk Adolf Knoch AG, Saalfeld/Thüringen, Deutschland (Bilder: I. Naumann)
Knoch Ossa D2, Bogen-Schwingschiffchen-Nähmaschine, Geradstich, Flachbett, mit Eisengestell, Fußantrieb, Handantrieb und Motoranbau möglich, Hersteller: Ossa Nähmaschinenwerk Adolf Knoch AG, Saalfeld/Thüringen, Deutschland (Bilder: I. Naumann)

Der Bau von Schwingschiffchen-Nähmaschinen erfolgte in die Mitte des 20. Jahrhunderts. Die solide Grundbauweise hat sich bis zu diesem Zeitpunkt kaum verändert, technische Weiterentwicklungen/Veränderungen gab es z.B. bei der Fadenspannung, der Nährichtung (vorwärts u. rückwärts) und dem Aufspuler. Zeitgemäß brachten die einzelnen Nähmaschinen-Hersteller dazu ihre jeweils neue Nähmaschinen-Generation heraus, die sich im Vergleich mit dem Vorgängermodell meist im Design und in der Gestaltung des Nähmaschinen-Gestells unterschied. Hier sehen Sie die Schwingschiffchen-Nähmaschine „Ossa D2“, die um 1930 von der Firma Adolf Knoch in Saalfeld gebaut wurde. Vergleicht man diese Maschine mit dem Vorgängermodell D1 dann erkennt man, es ist die gleiche Nähmaschine im neuen Design, bei der die Bauweise des Stichstellers anderen führenden Nähmaschinen-Herstellern angepasst wurde. Nähtechnisch gesehen gibt es zwischen der  Ossa D1 und der Ossa D2 keine Unterschiede, die Maschinen haben das gleiche Nähverhalten. Die bei der Ossa D1 genannten Vorteile, Nachteile und Hinweise sowie die Angaben im Vergleich mit der Singer Klasse 128 treffen auch auf die Ossa D2 zu.

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