Elac

Elac Pony

Elac Pony, Flachbett-Geradestich-Haushaltsnähmaschine mit Handbetrieb, Hersteller: ELAC Electroakustik Gmbh, ca 1945-48
Elac Pony, Flachbett-Geradestich-Haushaltsnähmaschine mit Handbetrieb, Hersteller: ELAC Electroakustik Gmbh, ca 1945-48

Nach Kriegsende 1945 versuchte die 1899 als Neufeldt & Kuhnke  (schon im ersten Weltkrieg ein  Hersteller von U-Boot Sonarsystemen und Hochleistungsmikrophonen) gegründete und 1926 in“ELAC“ umfirmierte Firma mangels Rüstungsaufträgen (wie etliche andere Hersteller) mit Produkten für den Endverbraucher wie der „Pony“ ihr Überleben zu sichern.

Erst in den 1970ern wurde dann „ELAC“ auch Endverbrauchern bekannt z.B. durch Plattenspieler und weltweit lizensierte marktführende Tonabnehmersysteme (Lizenz Shure USA). Auch die aus der gleichen Gründung endstandene Firma Hagenuk war im maritimen Elektronik-Bereich und in der Telekommunikation bis weit in die 90er weltweit führend.

 

Die „Pony“ fand sich in einer Tiefgarage in recht schlechtem Zustand im Regal; allerdings in allerbester Gesellschaft: Ein Porsche 911 aus den 70er-80ern; ein Lotus Rennwagen und ein toprestauriertes Original „Lagonda“ Oberklasse Cabrio von ca 1925-30, noch vor der Übernahme durch Aston Martin … Als ramponierte Hinterlassenschaft der Großmutter war die kleine Elac „Pony“ trotz der etlichen 100tausend Euro teuren automobilen Nachbarschaft dann doch günstig zu haben.

 

Die Nachkriegsproduktion des „Pony“ ist deutlich erkennbar. Das untere Holz-Gehäuse wie auch die Schutzhaube aus Buche sind recht unpräzise gefertigt. Die Beschläge sind aus einfachem Material ohne jegliche Verzierung. Die Oberfadenführung ist eher einfach. Nach der gut konstruierten Oberfadenführungsspanung läuft der Faden jedoch deutlich schräg in die um 90 Grad versetzte Nut der „modernen“ Flachkolbennadel (System 705) ohne jede weiter Führung.

Bei den mit Handbetrieb geringen Geschwindkeiten der Langschiffchenmaschine setzt sich der Faden dann letztendlich doch in die Führungsnut der Nadel und der Geradstich klappt mit geringem Vorschub erstaunlicherweise sehr gut; trotz der vermutlich dem Verkaufspreis geschuldeten Konstuktionsschwächen als preiswertes Nachkriegsprodukt.

Fazit

Mechanisch einfacher Nachbau einer Langschiffchen-Nähmaschine (gebaut ab 1945 bis ca. 1948) durch renommiertem deutschen Maschinenbauhersteller. Hochwertig simpel unkaputtbare Mechanik, Vollmetall.  Brauchbar für einfache Näharbeiten ohne Strom. Gewicht incl Buchenholz Rahmen und Haube ca 9,5 Kg.

Nachteile

Handbetrieb, Langschiffchen-Unterfadenspule, umständliches Unterfadenhandling.

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