Lady 2000S

Sanwa Lady 2000S, Freiarm Automatik-Nähmaschine, Hersteller: Sanwa Mishin Seizo Kabushiki Kaisha (Sanwa Sewing Machine Co. Ltd.), Osaka, Japan, Vertrieb in Deutschland vermutlich über Otto Versandhandelsunternehmen Hamburg (Bilder: J. Meisel)
Sanwa Lady 2000S, Freiarm Automatik-Nähmaschine, Hersteller: Sanwa Mishin Seizo Kabushiki Kaisha (Sanwa Sewing Machine Co. Ltd.), Osaka, Japan, Vertrieb in Deutschland vermutlich über Otto Versandhandelsunternehmen Hamburg (Bilder: J. Meisel)

Die Lady 2000S ist eine typisch japanische Import-Nähmaschine, die in den späten 70er Jahren vom Versandhandelsunternehmen Otto in Deutschland vertrieben wurde (in England Vertrieb unter der Bezeichnung "Crown Point"). Der Hersteller Sanwa produzierte auch die Pfaff Hobby SZA 645F, in der Zwischenzeit werden dort nur noch Industrie-Nähautomaten gefertigt.

Die Lady 2000S benötigt Flachkolbennadeln des Systems 705, ist etwa 10kg schwer, das Gehäuse besteht aus Druckguss und die Abdeckung des Riementriebes sowie die Knöpfe für Stichwahl und Schrittweite und das graue Teil dahinter bestehen aus Kunststoff. Im Innenleben ist auch einiges aus Kunststoff, so zum Beispiel auch die Kulisse für die Nutzstiche. Sie ist relativ robust aufgebaut, und hat ein sehr praktisches kleines Seitenfach für Zubehör unter dem Handrad.

 

Sanwa Lady 2000SL

Sanwa Lady 2000SL, Typ SZA-232F, Programmautomatik, 20 Programme, Freiarm-Koffer-Nähmaschine, mit Einbaumotor, Hersteller: Sanwa Sewing Machine Co. Ltd., Osaka, Japan, Vertrieb in Deutschland: Otto Versandhandelsunternehmen Hamburg (Bilder: I. Naumann)
Sanwa Lady 2000SL, Typ SZA-232F, Programmautomatik, 20 Programme, Freiarm-Koffer-Nähmaschine, mit Einbaumotor, Hersteller: Sanwa Sewing Machine Co. Ltd., Osaka, Japan, Vertrieb in Deutschland: Otto Versandhandelsunternehmen Hamburg (Bilder: I. Naumann)

Die Sanwa Lady 2000 SL ist eine typische Haushalts-Nähmaschine aus den 70er Jahren, die in Fern-Ost gebaut wurde, ihr Vertrieb erfolgte meist über den Otto-Versandhandel. Es ist eine stabil gebaute Freiarm-Nähmaschine, außer dem Bereich unter dem Handrad ist das gesamte Gehäuse aus Aluminium, sie wiegt ca. 10 kg. Bereits optisch erinnert ihr Aufbau an eine Ideal-Super-Automatik, aber in ihrer Mechanik gibt es mehr Bauteile aus Kunststoff. Sie verfügt über 20 Programme und bietet neben den beliebtesten Zierstichen auch 5 Overlock-Stiche an. Wie man auf dem Foto Nr. 11 sehen kann arbeitet sie auch mit dem Umlaufgreifer, bei dem aber die dazugehörigen Bauteile anders als bei der Ideal aufgebaut sind. Ich habe diese Sanwa als Oldie erworben, bei meinem ersten Nähtest habe ich festgestellt, dass sie trotz Qualitätsgarn und der richtigen Nadel bei Materialien wie Jersey Stiche ausgesetzt hat. Verantwortlich dafür ist bei mir meist der Abstand zwischen der Greiferspitze und der Nadel. Fachleute haben für diesen Abstand gewisse Normen. Meine Norm für diese Einstellung ist der Abstand zwischen Greiferspitze und Nadel, bei dem auch bei Stoffen wie Microfaser mit Elastan keine Stichaussetzer entstehen. Das bedeutet, die Greiferspitze kommt so nah an die Nadel heran, dass sie nicht aneckt oder schleift. Das Foto Nr. 13 zeigt den abgebauten Greifer. Ich bin der Meinung, dass er sich nicht bequem korrigieren lässt. Das Foto Nr. 14 zeigt, wie ich es gelöst habe. Eine stärkere Scheibe hätte es nicht sein dürfen, aber mit dieser habe ich ein perfektes Ergebnis erzielt. Jetzt näht sie nicht nur Microfaser-Stoff mit Elastan ohne Stichaussetzer, sondern sie schafft es sogar mit Billiggarn. Sie näht leichtgängig, leise und sauber, ihr Nähverhalten ist nicht so flüssig wie das einer Ideal-Super-Automatik, es ist anders! Ich würde sagen, es erinnert an eine graue Pfaff. Sie hat dieses typische Transportieren, das etwas "tapsig" wirkt. Es ist ein "weiches Tapsen", das als angenehmes Nähverhalten bezeichnet werden kann. Für heutige Standards bietet der Oldie Sanwa einen guten Komfort. Immer gut gereinigt und geölt kann sie zu den langlebigen Helfern im Haushalt gehören, auf den man sich bei einfachen und professionellen Näharbeiten verlassen kann. Bei mir ist die Lady 2000SL Bestandteil meiner 1. Liga, trotz der genannten Kriterien erreicht sie auf meiner Skala von 1 – 10, 9 Punkte. 

Vorteile

leichte Maschine, gute Bauweise, zeitgemäß hoher Komfort, überschaubare Bedienung, Umlaufgreifer, Nadelsystem 705

Nachteile

Kunststoff in der Mechanik

 

Text: I. Naumann

 

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