… und wer steckt dahinter?

 

Liebe Gäste des Nähmaschinenverzeichnisses,

 

unsere Seite konnte in diesem Jahr 5-jähriges Bestehen feiern. Von Anfang an fand es reges Interesse im In- und Ausland. Zahlreich haben uns bis heute unsere Besucher für all die Informationen und unsere Hilfe rund um die alten und neuen Nähmaschinen in unserem Gästebuch gedankt. Wir sind begeistert über das ständig wachsende Interesse an unserer Seite und freuen uns, dass wir so vielen Nähmaschinenfreunden helfen konnten. 

 

Wiederholt wurden wir gebeten, die Autoren des Nähmaschinenverzeichnissen einmal vorstellen. Was wir hiermit nachholen.

 

Ingrid Naumann

Gern stelle ich mich vor und schildere den Weg meines Hobbys und wie sich die Liebe zu den Nähmaschinen entwickelt hat.

Mein Name ist Ingrid Naumann, ich wurde 1952 in Sachsen Anhalt (DDR) geboren und bin hier auch wohnhaft. Schon in den Kinderjahren hatte ich viel Freude am Basteln und kreativen Gestalten, diese Begabung setzte sich dann auch später in der Schule fort. Die Fächer Malen, Basteln/ Werken, Handarbeit/Sticken und Nähen hätten bei mir die ganze Woche über andauern können, so viel Freude hatte ich bei diesen Tätigkeiten. Im Handarbeitsunterricht haben wir dann so einiges genäht, in der Schule hat uns die Meisterin eine Bluse zugeschnitten und zu Hause konnte ich nicht anders, ich musste daran weiter nähen. Wenn ich zur nächsten Unterrichtsstunde kam, war ich doppelt so weit wie die anderen … So war es dann auch mit dem Nachthemd und dem Rock, ich war schon fertig, bevor die anderen überhaupt angefangen hatten.

Im jugendlichen Alter wurden meine Näharbeiten immer besser. Die Mutter meiner Schulfreundin zeigte mir, wie man einen Schnitt ausradelt und danach näht. Das war dann für mich die Grundlage für beste Nähergebnisse. Ich wäre gern Schneiderin geworden, aber als ich mich bewerben wollte sagte man mir, dass mir mit meinem Zeugnis andere Wege offen stehen würden. So bin ich dann Bürokauffrau und später Ökonomin geworden. Meine Liebe zum Nähen hat mich aber nicht verlassen, ganz im Gegenteil. Als ich dann mein eigenes Geld hatte, konnte ich mir endlich reichlich Stoff leisten, ich nähte alles was mir gefallen hat! Meine Kolleginnen sind auf meine Kleidung aufmerksam geworden und als ich dann sagte, das habe ich selber genäht, bekam ich die Bitte: „Kannst du für mich auch so was nähen“? Es dauerte nicht lange, da ging es bei mir zu wie in der Schneiderstube. Jahrelang hat die gute alte Veritas-Nähmaschine meiner Mutter mit mir genäht, sie hat mich nie im Stich gelassen! Ich war stolz auf sie und auch darauf, dass ich alles ohne Motor genäht habe, bis zu dem Zeitpunkt, wo sich mein Rücken gemeldet hat. Das Nähen habe ich deswegen nicht reduziert, ich habe mir einen Motor gekauft und es ging mit gewohntem Schwung weiter. Es gab fast keinen Tag ohne Nähen, am Tag war ich auf der Arbeit und abends an der Nähmaschine, sogar in den Urlaub habe ich meine Nähmaschine mitgenommen! Eine Nähmaschine war zu dieser Zeit etwas Besonderes und noch besser war es, wenn man nähen konnte. Im Januar 1989 sind wir zum Einkaufen nach Berlin gefahren, wir wollten uns eine Stereoanlage kaufen, alle zuständigen Geschäfte haben wir besucht, aber nirgends konnten wir eine bekommen! Auf dem Rückweg sind wir dann in Berlin an einem Nähmaschinengeschäft vorbei gekommen, ich sagte zu meinem Mann, bitte halte doch mal an, ich will mir mal ansehen, was es da so gibt. Als ich den Laden betrat, traute ich meinen Augen nicht, die hatten tatsächlich Nähmaschinen im Angebot! Nun konnte ich nicht mehr anders, ich ließ mir einige Nähmaschinen zeigen und beschloss, mir eine Programm-Nähmaschine zu kaufen, eine Veritas Famula für 1.492 Mark. Stolz ging ich mit der Maschine zurück ans Auto, zu meinem Mann, der hat nicht schlecht geschaut. Eine Stereoanlage haben wir nicht bekommen, ich dafür aber eine Nähmaschine …!

Am nächsten Tag nahm ich mir dann die neue Nähmaschine vor, zuerst habe ich sie geölt, dann die Bedienungsanleitung studiert und voller Aufregung die Maschine eingefädelt, eingeschaltet und den Anlasser bedient. Wow, war ich glücklich, eine neue Nähmaschine und sie konnte so viele andere Stiche. Die ganz große Freude hat aber nicht lange angehalten, denn ich habe bald gemerkt, dass sie das Nähverhalten der alten Veritas ZZ-Nähmaschine nicht hatte, ich habe mit der neuen Maschine auch genäht, aber mein Spitzenreiter blieb die alte grüne ZZ-Nähmaschine.

Dann kam 1990 die Wende und alles änderte sich schlagartig, neue Kleidung wurde nicht mehr genäht, die gab es jetzt überall zu kaufen! Nun begann die Zeit der Änderungen, anfangs nur für mich und später dann für andere. Es gab nicht nur genügend Kleidung zu kaufen sondern auch sämtliche Gegenstände, die man in einem Haushalt so benötigt. Die Leute richteten sich neu ein und stellten ihre alten Möbel auf die Straße in den Sperrmüll! Als ich einmal durch die Stadt gefahren bin, fand ich doch auf einem Sperrmüllhaufen gleich drei Singer Nähmaschinen auf einmal. In die hatte ich mich sofort verguckt, habe sie alle drei ins Auto eingeladen und nach Hause gebracht. Neugierig habe ich die Maschinen untersucht, gereinigt, Nähprobe gemacht und schon war es geschehen, ich hatte mich mit dem Nähmaschinen-Virus infiziert! Ab diesem Zeitpunkt hielten dann meine Familie, Geschwister und Freunde die Augen auf und brachten alle Nähmaschinen, die sie auf dem Sperrmüll fanden, zu mir. Zusätzlich hielt ich auch Ausschau in den Zeitungsangeboten.

Ich habe viel Zeit in die Herrichtung der alten Nähmaschinen investiert, denn ich war seit 1993 arbeitslos. Die Allianz hatte die ehemalige Staatliche Versicherung der DDR übernommen und unsere Kreisdirektion, in der ich gearbeitet hatte, wurde aufgelöst. Eine Anstellung, bis auf ABM und Lehrgänge vom Arbeitsamt, habe ich nicht wieder bekommen. 

Nicht alle Nähmaschinen waren sofort einsatzfähig, neuen Herausforderungen habe ich mich gestellt, anfangs brachte ich die defekten Maschinen zum Nähmaschinen-Mechaniker, als ich aber dann die Rechnung dafür bekam und sah, was er gemacht hat, da habe ich mir gesagt, na das hätte ich auch gekonnt! Immer mehr vertiefte ich mich in die Mechanik der Nähmaschinen, Kleinigkeiten wie Einstellung der einzelnen Maschinen oder die Fadenspannungen waren für mich kein Problem mehr. Die Thematik der Greifereinstellung hatte ich mir schon lange vorher, im Selbststudium, an meiner alten Veritas angeeignet. Es hat lange gedauert, bis ich herausgefunden habe, wie es funktioniert, aber als ich wusste, was zu tun ist, dauerte es nicht lange und die jeweilige Nähmaschine hat wieder genäht.

Im Jahre 2000 bot eine Kürschnerei-Betreiberin wegen Schließung ihre Nähmaschinen zum Verkauf an, da musste ich hin, denn da wurde eine alte Naumann Zickzack-Nähmaschine angeboten! Als ich sie sah, war ich so begeistert, dass ich sie nehmen musste und die Köhler Hutmacher-Nähmaschine habe ich auch gekauft. Zu Hause habe ich mir die Naumann-Nähmaschine, eine Kl. 65 vorgenommen. Dass es so eine Nähmaschine zu DDR-Zeiten gegeben hat, habe ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht gewusst.

Als ich mit Ihr Nähprobe machte, habe ich nicht schlecht geschaut! Da war es, das Nähgeräusch, was ich 1989 einmal bei einem Kürschner gehört habe, als ich ein altes Pelzkleidungsstück ändern ließ. Dieses Geräusch habe ich nicht vergessen, das war etwas Besonderes, das kannte ich von meiner Veritas nicht. Und nun hatte ich es vor mir stehen, das gute Stück, das ich damals nur gehört habe! Das ist sie, die Maschine, für die ich alle anderen stehen lassen könnte! Die hat es, die kann noch besser als die Veritas Zickzack! Von da an habe ich nur noch mit der Klasse 65 genäht, alle anderen habe ich im Hause verteilt oder in Regale gestellt. Wieder trennen konnte ich mich von keiner meiner Nähmaschinen. Bis zum Jahre 2010 hatte ich dann über 50 Nähmaschinen in meiner Sammlung. Mein Sohn schaffte sich einen Stick für das Internet an und ich ließ mir zeigen, ob die bei Ebay auch Nähmaschinen verkaufen … Na da habe ich was gesehen, tagelang studierte ich die Angebote, bis ich mich dann registrierte. Wie das so ist, alles fängt mit dem ersten Mal an, so war es auch bei mir. Ich hielt Ausschau nach billigen Nähmaschinen (Paff 130 und Singer 216G) die ich dann ersteigerte. Es war nur so, die waren nicht um die Ecke abzuholen, die standen in München und bei Passau! Wow, da war es, das große Problem. Wie bringe ich es meinem Mann bei? Er ist ja schon die ganze Woche über als Fernfahrer in Deutschland unterwegs und da kommt dann noch die Ehefrau und verlangt am Samstag eine Sonderfahrt über München bis Passau und wieder zurück und das alles an einem Tag. Er hat es gemacht, aus Liebe fuhr mein Mann 1200 km für mich, um die Nähmaschinen abzuholen! Solche Extratouren gab es dann noch einige, bis er zu mir gesagt hat, nun ist Schluss, ich hätte doch genug Nähmaschinen.

Bei der Pfaff 130 konnte ich feststellen, dass sie technisch in Ordnung war, aber die Singer, die ließ immer Stiche aus. An der Greifereinstellung konnte es nicht liegen, denn der ließ sich nicht verstellen, der ist fest verstiftet. Nach einigen Kontrollen habe ich gesehen, dass die Greiferspitze des CB-Greifers abgebrochen war und er deswegen den Faden hinter der Nadel nicht immer aufnehmen konnte. Mit einem anderen Greifer war dann das Problem behoben, nur eins habe ich damals schon bemerkt, mit Billiggarn kann so eine Maschine nicht richtig nähen, es kommt immer wieder zu Stichaussetzern, weil das Garn hinter der Nadel nicht gut schlingt.

Viel Erfahrung habe ich bei der Herrichtung der alten Nähmaschinen gesammelt und es machte mir immer mehr Freude, wenn ich die Maschinen wieder zum Laufen bekam.

Bei Ebay gab es noch reichlich Auswahl an Nähmaschinen, die ich noch nicht hatte, es bestand nur das Transportproblem, doch die Lösung war schnell gefunden, ich ließ mir die Maschinen einfach zuschicken.

Anfangs habe ich wieder nach billigen Nähmaschinen Ausschau gehalten und ersteigert.

Es ist vorgekommen, dass der Postbote mir 2 Maschinen in einer Woche gebracht hat!

Ich hatte zu tun, all die schönen Maschinen herzurichten, denn da waren viele dabei, die waren richtig dreckig! Mein Mann hatte in der Zwischenzeit bemerkt, dass die Anzahl der Nähmaschinen wieder zugenommen hat, gerügt wurde ich aber nicht. Er hat mir für die Reinigung der Maschinen gute Ratschläge gegeben. Ab diesem Zeitpunkt reinige ich die Maschinen mit dem Kompressor, sprühe die Mechanik mit Diesel ein und reinige dann wieder mit Druckluft. Elektrische Teile und Teile, die kein ÖL vertragen, klebe ich vorher ab oder schütze sie anderweitig vor den ölhaltigen Stoffen. Dieser Hinweis hat mir sehr geholfen, meine Maschinen sind seit dem top sauber und laufen wie der Teufel, nur für mich gab es nicht so ein sauberes Ende, ich sah danach aus wie ein LKW-Motorenschlosser!

Für meine Nähmaschinen habe ich nun Schwerlastregale organisiert, sie stehen darin wie bei anderen Leuten die Bücher. Damit sie nicht wieder schmutzig werden, decke ich sie mit selbst gebastelten Hauben aus Klarsichtfolie ab. Heute stehen in meinem Arbeitszimmer 47 Nähmaschinen, 37 davon sind immer sichtbar. Es handelt sich bei diesen Modellen um meine Lieblingsmaschinen.

Meine Nähmaschinensammlung war bis zum Jahr 2012 auf über 100 Stück angewachsen.

Ich habe viel Erfahrung beim Ersteigern gesammelt, das hat mich aber nicht immer vor schwarzen Schafen bewahrt, denn einige der ersteigerten Maschinen stellten sich als Schrott heraus, auch meine Erfahrung half mir da nicht weiter, denn in manchen Maschinen gab es gebrochene Zahnräder.

Als ich mich mit diesem Problem auseinander gesetzt habe, nahm ich mit einem Ebay-Verkäufer Kontakt auf, der die gleiche Nähmaschine anbot. Ich fragte ihn, ob seine Maschine auch diesen Mangel hat. Freundlich hat er mir meinen Verdacht bestätigt. Mitgeteilt habe ich ihm weiterhin, dass ich von dieser Maschine enttäuscht bin. Nach seiner Antwort hatte ich den Eindruck, dass er sich mit Nähmaschinen auskennt und dass er auch ein Sammler ist. Weil ich gern mit jemanden einen Erfahrungsaustausch machen wollte, bot ich ihm einen an. Er war nicht abgeneigt und wir kamen per E- Mail schnell ins Gespräch. Nach dem er mir erzählt hat, dass er gern ein Nähmaschinenmuseum im Internet aufbauen würde, war ich voll begeistert, ich habe ihm gleich meine Hilfe zugesichert und er hat sich mit der Gestaltung der Webseite beschäftigt. Ich dachte mir, das kann doch nicht war sein, das muss deine Berufung sein …

Das Schicksal will, dass ich meine Erfahrungen weitergebe und die ganzen Nähmaschinen im Internet der Nachwelt erhalte. Der Kontakt mit Lutz Lehning im Internet war meine Bestimmung!

Ich habe meine Herausforderung angenommen und war bestrebt all meine Nähmaschinen für das Internet aufzubereiten. Ich habe mir Gedanken gemacht, wie eine Einstellung in meinem Interesse aussehen sollte. Bis zu diesem Zeitpunkt kannte ich von den Nähmaschinen nur die Fotos bei Ebay und mit diesen war ich nicht zufrieden. Ich dachte mir, wenn ich eine Nähmaschine sehe, dann will ich sie nicht nur von vorn sehen. Ich will sehen, wie sie im Innern ausschaut, wie die Mechanik angeordnet ist und aus was für Teilen sie besteht. Ich will sehen was es für ein Motor ist und dessen Anschlüsse aussehen. Entsprechend dieser Punkte habe ich dann die ersten von meinen Nähmaschinen fotografiert und die Bilder per Mail ans Nähmaschinenverzeichnis gesendet. Wir haben uns geeinigt, dass wir die Maschinen beschreiben und die Geschichte der jeweiligen Nähmaschinenfabrik aufzeichnen. Schon im September 2012 standen die ersten Maschinen im Internet. Im Dezember 2012 waren 50 von meinen Nähmaschinen eingestellt. Das Verzeichnis wuchs langsam an und die Zahl der Besucher auf unserer Seite nahm zu. Einerseits bereitete ich meine Nähmaschinen für das Verzeichnis vor und auf der anderen Seite ersteigerte ich weiterhin Nähmaschinen bei Ebay, denn da gab es immer noch so viele, die in meiner Sammlung einen Platz wollten. Zur Zeit umfasst meine Sammlung über 150 Maschinen, darunter befinden sich auch einige Doppelte, wie z.B. 7 x die Naumann Klasse 65, und von den Veritas gibt es auch viele doppelt …

3 Jahre habe ich für die Einstellung meiner Nähmaschinen gebraucht, bis heute sind von mir ca. 147 Nähmaschinen für die Nachwelt eingestellt, ich habe mein Ziel erreicht und freue mich heute über unsere großen Erfolge. 

Ich habe lange keine Nähmaschine mehr ersteigert, ich glaube der Virus ist abgeheilt.

Die letzte Nähmaschine habe ich mir zu meinem Geburtstag 2016 geschenkt, eine Pfaff 1222. Ich habe mich sehr auf die Maschine gefreut, nur als sie kam, hatte sie einen Transportschaden, sie war defekt! Beim Öffnen des Kartons musste ich feststellen, dass mir da einige Plasteteile entgegen purzelten. Die gute Maschine war für den Transport nicht sicher genug verpackt worden, sie lag nur mit ihrer Abdeckhaube in dem Karton, die offenen Zwischenräume waren mit etwas zerknäultem Papier ausgestopft. Während des Transportes haben sich Teile wie der Anlasser und der Anschiebetisch unter der Haube selbständig gemacht und sind wie Geschosse herumgeflogen. Dabei ist dann der Schalter abgebrochen, das Füßchen verbogen und die Nadelstange hat sich verdreht. Die Maschine ließ sich nicht mehr per Hand bedienen, nach einer halben Umdrehung blockierte etwas an der Nadelstange. Ich war so enttäuscht, ich dachte mir nur, da will dich das Schicksal bestrafen, weil bei dir die Singer-Nähmaschinen im Mittelpunkt stehen! Ich hatte keine Freude mehr an dieser Maschine, am liebsten hätte ich sie zurückgegeben.! Viele Monate stand die defekte Pfaff in der Ecke, wenn sie mir ins Blickfeld kam, dachte ich nur, wer weiß was du noch alles hast, vielleicht ist die Elektronik auch noch kaputt … Vor meinem diesjährigen Geburtstag habe ich sie mir dann vorgenommen, als erstes kaufte ich einmal ein neues Füßchen, dann habe ich die stark verschmutze Maschine gereinigt und nachgeschaut wo die Blockade ist. Ein kleines Teil hatte sich an der Nadelstange beim Aufprall verschoben und dessen Halteschraube blockierte dann die Nadelstange. Ich habe das kleine Schräubchen gelockert, das Teil gerade gerückt und schon ließ sich die Nadelstange wieder bewegen. Nun schloss ich den Strom an und war auf alles gefasst! Das Licht brannte schon mal, weil der Schalter im eingeschalteten Zustand abgebrochen war, nun betätigte ich das Pedal und die Maschine bewegte sich tatsächlich, sie hat genäht, keinen Stich ausgesetzt!

Für mich war das ein richtiges Wunder. All meine Befürchtungen sind nicht eingetreten, ich war so dankbar und glücklich! Dann habe ich nur noch einen neuen Schalter gekauft und eingebaut. Die Maschine war fertig, sie hatte weiter keine typischen Defekte und ich konnte mich endlich ein Jahr später zu meinem Geburtstag freuen. Nun steht die Maschine mit auf meinem Arbeitstisch, griffbereit zum Nähen, denn davon gibt es nach wie vor reichlich bei mir. Die Pfaff 1222 wird von mir an allen möglichen Näharbeiten getestet, einige Vor- und Nachteile habe ich schon erkannt, es ist eine gute Maschine, aber nicht das Nonplusultra. Meine Vorbereitungen zum Einstellen in das Nähmaschinenverzeichnis laufen, die Fotos von der Maschine sind schon fertig, nur die Beschreibung kann noch nicht erfolgen, weil meine Testergebnisse noch nicht ausreichen. Ich habe also noch ein Ass im Ärmel, das ich bald ins Nähmaschinenverzeichnis einstellen werde …

 

Bis dahin verbleibt mit herzlichen Grüßen

Ihre  Ingrid Naumann vom Nähmaschinenverzeichnis,

am 19.09.2017

 

 

 

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